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Alle Fahrschüler wollen mit dem e-Golf fahren

08. Oktober 2015

Als erste Fahrschule Salzburgs darf die Fahrschule Koch ihre Schüler in einem E-Auto ausbilden.

Österreichs Fahrschulen bilden jährlich rund 90.000 neue Autofahrer aus. „Das wäre die ideale Gelegenheit, um die Vorteile von Elektrofahrzeugen zu ,erfahren‘“, sind Robin Krutak, Gabriele Möhring und Volkmar Andreeff von der Österreichischen Energieagentur überzeugt. Darum hat der gemeinnützige wissenschaftliche Verein das Projekt „EMobility in der Fahrschule – Fahrausbildung auf Elektrofahrzeugen“, das von der EU unterstützt wird, ins Leben gerufen. Unter den maximal zehn Fahrschulen, die sich beteiligen dürfen, ist auch ein Salzburger Unternehmen: Willi Koch bekam Anfang März die Zusage, dass seine Fahrschule Koch in der Stadt Salzburg mit von der Partie ist. ElectroDrive Salzburg fragte nach, warum er seine Fahrschüler in einem e-Golf ausbildet:

Electrodrive Fahrschule Koch in der Hofstallgasse Foto: Andreas Kolarik/Leo 13.02.2015 Willi Koch

Willi koch mit seinem Fahrschulauto VW e-Golf

ElectroDrive Salzburg: Warum haben Sie sich als erste Fahrschule in Salzburg entschieden, ein E-Auto einzusetzen?

Herr Koch: Im Oktober des vorigen Jahres hatte ich auf der Fahrschultagung in Schladming die Gelegenheit, den VW e-Golf zu testen. Ich war so begeistert, dass ich mich sofort entschieden habe, diesen Stromer in meinen Fuhrpark aufzunehmen. Vor allem auch, weil ich in der Fahrausbildung ausschließlich auf VW Golf setze. So haben meine Fahrschüler keine Probleme, die Autos zu tauschen. Mein e- Golf war der erste im Bundesland Salzburg ausgelieferte Wagen dieses Typs. Darauf bin ich sehr stolz. Inzwischen bin ich fast 8.000 Kilometer mit ihm gefahren und überzeugter E-Driver.

ElectroDrive Salzburg: Warum nehmen Sie an dem Projekt „E-Mobility in der Fahrschule“ teil?

Herr Koch: Weil so die unsinnige gesetzliche Einschränkung gekippt werden kann, dass Fahrschüler, die das Fahren in einem Automatikauto lernen, nur eine Lenkberechtigung für diese Fahrzeuge bekommen. Damit wäre auch eine österreichweite Ausbildung mit E-Autos möglich.

IMG_1826ElectroDrive Salzburg: Wie sieht die Fahrausbildung mit einem E-Auto genau aus?

Herr Koch: Die stufenlose Kraftübertragung ermöglicht es, sich bereits ab der ersten Fahrstunde voll auf den Verkehr zu konzentrieren. Das mühsame und zeitraubende Erlernen des Kuppelns und Schaltens vermitteln wir erst in der Endphase der Ausbildung spielerisch und ganz nebenbei. Der Vorteil: Die Schüler lernen schneller, wie sie ihr Fahrzeug beherrschen – sie werden sicherere und umweltbewusstere Autofahrer.

ElectroDrive Salzburg: Welches Feedback erhalten Sie von den Fahrschülern?

Herr Koch: Bisher sind 75 Fahrschüler mit dem e-Golf gefahren. Das Feedback von allen Schülern war ausschließlich nur positiv. Besonders gut gefallen hat ihnen das leise Dahingleiten, die tolle Beschleunigung und die umfangreiche technische Ausstattung, wie beispielsweise der Touchscreen Monitor, das Navi und die Energierückgewinnung mit Hilfe des Rekuperationshebels. Positiv überrascht waren sie auch von dem geringen Energieverbrauch, der auf die Kosten pro Kilometer umgerechnet, weniger als die Hälfte eines herkömmlichen Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor beträgt. Wir blieben im Fahrschulbetrieb teilweise unter dem von VW angegebenen Durchschnittsverbrauch von 12,7 kW/h auf 100 Kilometer. Die ehrliche Reichweite betrug im gemischten Fahrbetrieb, also Autobahn, Freilandstraße und Stadtverkehr, nie weniger als 170 Kilometer, was von den Fahrschülern für den täglichen Gebrauch eines Elektrofahrzeuges als vollkommen ausreichend empfunden wurde. 2 Schülerinnen waren von dem Fahrzeug sogar so begeistert, dass sie trotz des höheren Anschaffungspreises sich gleich als erstes Fahrzeug ein E-Auto anschaffen werden!IMG_1833

ElectroDrive Salzburg: Welches bisheriges Resumee können sie bezüglich des e-Golfs geben?

Herr Koch: Die Ausbildung auf Elektrofahrzeugen mit Automatikgetriebe ist nicht nur zeitgemäß und umweltschonend, sondern macht auch aus lernpädagogischer Sicht Sinn. Da die Schüler gerade in der Anfangsphase der Ausbildung nicht mit Schaltvorgängen und Kupplungsbetätigung überfordert werden, sind sie schneller prüfungsreif und erlernen nebenbei das „Schalten“ rasch und spielerisch. Schon alleine die Tatsache, dass praktisch all unsere Fahrschüler mit dem e-Golf Ausbildungsfahrten machen wollen, zeigt den Trend. Was sicherlich auch ein Anreiz ist: Fahrschülern, die an dem Projekt teilnehmen, werden vier Ausbildungsstunden geschenkt. Weiters ist natürlich auch hervorzuheben, dass wir bisher keinen einzigen Werkstattaufenhalt hatten, was unseren Geldbeutel erheblich schont.

Mehr dazu seht ihr im Beitrag „Österreichs Fahrschulen stellen auf E-Fahrzeuge um“ in der Infokanal Sendung der Salzburg AG vom 13.05.2015:

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